Realschüler feiern erfolgreichen Abschluss

Mit einem über zweistündigen, abwechslungsreichen Programm ließ eine sehr dynamische Klasse ihre zwölfjährige Schulzeit Revue passieren. Viel Lob und Dank an Lehrer und Eltern standen im Mittelpunkt der Feier. Besonders die Klassenbetreuerinnen Peggy Pigerre und Risete Trabulo wurden von den Schülern lobend gewürdigt und mit Geschenken bedacht. Diese verabschiedeten sich musikalisch und mit einer Rede, in der die Besonderheiten der Klasse hervorgehoben wurden: Die Mehrheit der Schüler war seit der ersten Klasse an dieser Schule. Wertvolle Freundschaften wurden in diesen Jahren geschlossen. Fachlehrer Johannes Singrün ging auf die besonderen Leistungen in Mathematik ein. Vier Schülerinnen und Schüler konnten mit der Note 1 glänzen und so musste er sein Versprechen einlösen und jedem von ihnen ein Kilogramm Süßigkeiten spendieren. Ein Versprechen, das er vor den Prüfungen leichtfertig gegeben hatte. Für viel Gelächter sorgten alte Zeichnungen und Bilder, die die Schüler zur Einschulung und in der dritten Klasse gemalt hatten und aus denen so manches Talent und so manche Charaktereigenschaft abzulesen war. Auch die Eltern brachten sich mit viel Engagement ein: Gemeinsam sangen sie verschiedene Popsongs und einen eigens gedichteten „Waldorf-Rap“. Zum Thema Abschiednehmen hielt Gerhard Bullinger aus der Elternschaft eine nachdenkliche Ansprache: Er las aus dem Abschiedsbrief von Klaus Bonhoeffer, dem Bruder des von den Nazis hingerichteten Dietrich Bonhoeffer, an seine Kinder vor. In diesem Brief seien „ewig gültige Wahrheiten“ formuliert, so Bullinger, die er den Absolventen mit auf den Weg gab: „Ehrfurcht vor der Vergangenheit und Verantwortung für die Zukunft“, der Appell die guten Seiten der Menschen zu sehen und nicht sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und für Toleranz, Respekt und eine klare Haltung einzustehen. Einen besonderen Dank hatte Nela Lindenau an ihre Mitschüler vorbereitet: Mit rhetorischem Geschick charakterisierte sie treffend jeden einzelnen Schüler „ihrer Lieblingsklasse“ und überreichte jedem eine Urkunde für seine ganz besondere Eigenart. Ein mehrstimmig vorgetragenes französisches Trinklied, ein „Tourdion“, das zum Feiern einstimmt, beendete den offiziellen Teil des Abends, der bei einem Buffet unter den großen Bäumen des Schulhofes zu Ende ging.