Politiker für einen Tag

Kurz vor den Wahlen zum Europäischen Parlament ergab sich für die 13. Klasse die Möglichkeit, an dem von der EU ausgeschriebenen „Euroscola-Progamm“ teilzunehmen. Dieses beinhaltete eine intensive Vorbereitung im Unterricht, um aktuelle Themen in Straßburg in einzelnen Ausschüssen zu bearbeiten und zur Abstimmung zu bringen. Darunter waren unter anderem Themen wie „Menschenrechte und Sicherheit“, der „Umweltschutz in Zeiten des Klimawandels“, „das europäische Wahlverfahren „und „das zukünftige Arbeitsangebot für Jugendliche“. In Zeiten der Renationalisierung war es sowohl der Schule als auch den Schülerinnen und Schülern wichtig, ein Zeichen für Europa – für supranationale Zusammenarbeit und Gemeinschaft – zu setzen. Mit 15 anderen Klassen aus insgesamt 13 unterschiedlichen Nationen fanden sich die Schülerinnen und Schüler der 13. Klasse in Begleitung von Lehrerin Pigerre und Lehrer Dittrich in Straßburg ein.

Nach der Eingangskontrolle und einer Vorstellungsrunde der Schulen und Regionen im Plenarsaal, welche Ian-Titus Manta für unsere Schule übernahm, wurden die Gruppen nach den jeweiligen Aufgabenstellungen eingeteilt und die Schülerinnen und Schüler nahmen ihre Arbeit auf. Gesprochen wurde größtenteils auf Englisch und auch die jeweiligen „Gesetzesentwürfe“ der einzelnen Gruppen wurden auf Englisch vorgestellt, was sowohl Herausforderung als auch Chance darstellte, da keine Nation den Vorteil hatte, die Muttersprache benutzen zu dürfen (eine englische Delegation war nicht anwesend). Straff organisiert erreichte der Tag schließlich seinen Höhepunkt, als die Ergebnisse der Gruppenarbeit vorgestellt wurden und die Schülerinnen und Schüler auf die gleiche Weise wie die Abgeordneten des Europäischen Parlaments darüber abstimmen durften, ob der Initiative stattgegeben werden sollte oder nicht.

Nela Lindenau übernahm für ihre Gruppe (Menschenrechte und Sicherheit) die Aufgabe, die Resultate vorzustellen, was sie wirklich hervorragend gemacht hat. Mit der Europahymne neigte sich dieser ereignisreiche Tag dann seinem Ende entgegen.
Insgesamt lässt sich ein sehr positives Fazit ziehen. Das Programm war bestens organisiert und die ausgewählten Themen trafen den Zeitgeist. Die Schülerinnen und Schüler erhielten nicht nur einen Einblick in die Tätigkeit eines Abgeordneten – sie übernahmen sie für kurze Zeit selbst. Darüber hinaus lernten sie zahlreiche Jugendliche aus anderen Nationen kennen und konnten ihre jeweiligen Standpunkte austauschen.

C. Dittrich