Öffentliche Monatsfeier

Sanft, melancholisch und temperamentvoll

Gleich ihren ersten Auftritt – und das an einem ersten Februar – hatte die erste Klasse: Mit aufgeregten und strahlenden Gesichtern kamen sie auf die Bühne und führten voll Eifer mit Gesten und Gesang ein entzückendes Stückchen von einem Männlein unter Tannen auf. Anschließend folgten der Oberstufenchor mit melancholischen Gesangsstücken, unter anderem „Budapest“ von George Ezra, sowie die 11. Klasse mit einem französischen und einem englischen Lied.
Da sich die dritte Klasse derzeit mit Sprache und Lauten beschäftigt, trug sie durch Bewegung wie in einem Kaleidoskop unterstützt einen Kanon vor, ein Gedicht in Geheimsprache sowie „Wenn es Winter wird“ von Christian Morgenstern.
Ebenfalls ein launiges Gedicht von Morgenstern als kleines Theaterstück führte die 5. Klasse mit „Der Werwolf“ vor, für das sie viele Lacher erntete. Zudem deklarierte sie „Die Gedanken sind frei“: erst gesummt, dann stumm nur mit Gesten und anschließend mit Gesten und Gesang. Es folgten ein kroatisches, ein indisches und ein schmissig vorgetragenes afrikanisches Lied, für die sie tosenden Applaus erhielten.

Wie die Waldorfschule im Fach Eurythmie Aussagen von Gedichten in Bewegung umsetzt, zeigte Eurythmielehrer Dorn mit einigen Schülerinnen und Schülern der 5. Klasse. Sie tanzten ein Stück aus der altindischen und der altpersischen Kultur, wobei die unterschiedliche Beziehung der jeweiligen Kultur zwischen Mensch und Gottheiten sehr schön zu sehen war.

Ein witziges und dabei tiefsinniges Stück präsentierte die 7. Klasse: Da eine Familie die Schuhe ihres zehnten Kindes vermisste, ließ es alle Bekannten und Nachbarn unterschiedlicher Nationalitäten in ihrer jeweiligen Sprache nachzählen: Diese Rollen wurden von Schülerinnen und Schülern übernommen, die tatsächlich Wurzeln in den entsprechenden Ländern haben. „So vielfältig und schön ist auch unsere Klassengemeinschaft“, stellten die Kinder anschließend fest. Den krönenden Abschluss bildeten vier Schülerinnen der 7. Klasse, die das Stück „Say something“ vortrugen, das sie selbständig mit Klavierbegleitung und Gesang als Überraschung für die Schulgemeinschaft und die Gäste einstudiert hatten. Mit großem Applaus wurden sie verabschiedet.