Märchen und „Wandel der Zeiten“

Einfach schön, ausdrucksstark und trotz manch schwerer Thematik von faszinierender Leichtigkeit sind die Auftritte des Novalis Eurythmie Ensembles. Am 5. Juni gastiert das internationale Ensemble, zu dem auch unsere Eurythmie-Lehrerin Solveig Thieme gehört, mit seinem aktuellen Programm bei der Freien Waldorfschule Rastatt. Genauer gesagt, in der Reithalle. Die Aufführungen sind zwar für die Schüler/innen und das Kollegium gedacht, Eltern dürfen aber gerne dabei sein..

Von 10 bis 11 Uhr verzaubert das Ensemble die Unter- und Mittelstufe mit dem norwegischen Märchen „Östlich der Sonne, Westlich vom Mond“. Es geht darin um die jüngste Tochter eines armen Mannes, die mit einem weißen Bären in ein Zauberschloss zieht, um ihr Vaterhaus zu retten. Durch ihre ungezähmte Neugier schafft sie es aber, dass der Bär, ein verzauberter Prinz, samt Schloss verschwindet… und es bleibt die Frage, ob sie den Weg zur geheimnisvollen Burg „ östlich der Sonne, westlich vom Mond“ findet, wo ihre böse Schwiegermutter den Prinzen gefangen hält.

Ums Mensch werden und Weltenwerden geht es für die Oberstufe von 12 bis 13 Uhr. Im „Wandel der Zeiten“ (siehe Foto) zieht sich „Fürchtet euch nicht“ von Marie Luise Kaschnitz intensiv durch die Stunde. Ihr Gedicht aus den 1950er Jahren ist heute aktueller denn je: Es geht um die Zerstörungskräfte des Menschen und um seine Kultur schaffenden Kräfte.

Die Oberstufenschüler/innen konnten bereits am 3. Juni in einem Workshop mit dem Novalis Eurythmie Ensemble ihr eigenes Eurythmie-Können und -Wissen vertiefen.