Künstlerische Präsentation der 12. Klasse im Juni 2018

Mit einer begeisternden Umsetzung des beliebten Musical-Films Sister Act, einer ebenso gelungenen Eurythmie-Darbietung und einer ansprechenden Ausstellung ihrer künstlerischen Abschlussarbeiten feierte die diesjährige 12. Klasse der Freien Waldorfschule Rastatt den Abschluss ihrer gemeinsamen Schulzeit

Von der ersten Klasse an hat das künstlerisch-handwerkliche Element in der Waldorfschulausbildung einen sehr hohen Stellenwert. Alles, was die Schülerinnen und Schüler in ihrer Schulzeit in diesem Bereich gelernt haben, findet in ihrer künstlerischen Abschlussarbeit und deren Präsentation mit einem festlichen Abschlussabend ihren Höhepunkt: So stellen sie die selbständige Gestaltung künstlerischer Prozesse, Teamarbeit und das Präsentieren in der Öffentlichkeit unter Beweis.

Die 15 Schülerinnen und acht Schüler der diesjährigen 12. Klasse zeigten ihre vielseitigen Fähigkeiten zum einen mit einer vielseitigen Ausstellung ihrer handwerklich-künstlerischen Abschlussarbeiten im Foyer der Reithalle. Hier waren vom kunstvoll gearbeiteten Nachttischchen aus Buchenholz, über wunderschöne Buchbindearbeiten bis zu lebensecht gearbeiteten Tonbüsten viel Beeindruckendes zu sehen. Auf der Bühne zeigten sie während einer halbstündigen Eurythmie-Vorführung, wie man sowohl äußerliche Stimmungen wie die der Jahreszeiten als auch eigene innere Stimmungen in Bewegung umsetzen kann. Dies ist ihnen in faszinierender Weise gelungen.

Im zweiten Teil der Bühnenpräsentation hatten sich die jungen Absolventinnen und Absolventen etwas ganz Besonderes ausgedacht: Mit kleinen Spielszenen, Klavier- und Percussionstücken sowie selbst arrangierten Chören stellten sie den beliebten Musical-Film Sister Act in Kurzform dar und zeigten so, wie vielseitig ihre künstlerischen Talente in ihrer Schulzeit ausgebildet wurden. Vor allem die bekannten Gospel- und Popsongs „I will follow him“ und „Shout“ aus dem Film sorgten beim Publikum für große Begeisterung.

(Bericht: Andrea Röthe)

PROGRAMM

TEIL I: EURYTHMIE
Als Themen für den Eurythmie-Teil haben die Schüler die
vier Jahreszeiten und den Lebenslauf des Menschen in
seinen Lebensabschnitten gewählt. Es wurden die
charakteristischen Stimmungen und Übereinstimmungen
gesucht. Wie kann man so eine Stimmung in Bewegung
ausdrücken? Das war eine der Fragen, die uns in der
Arbeit leitete. Ferner beschäftigten sich die Schüler mit
den Farben. Auch die Planeten in ihrem Charakter wurden
untersucht. Die Schüler haben vier Wochensprüche von
Rudolf Steiner als Vertreter für den Durchgang des Jahres
gewählt und dazu Gedichte, die Naturstimmungen
ausdrücken. Gedichte, die Lebenssituationen beschreiben
kamen dazu.

Frühlingsregen, Gedicht von Tizia Stockmann
Wochenspruch 1. Februarwoche von Rudolf Steiner
Wochenspruch 1. Aprilwoche von Rudolf Steiner
Wochenspruch 1. Juniwoche von Rudolf Steiner
Wochenspruch 1. Juliwoche von Rudolf Steiner
Ungeduld, Gedicht
Uma Martina, Lied
Valse von Frédéric Chopin
Suchend, Gedicht
Die Planeten

TEIL II: SISTER ACT
Das Musiktheater ist die erste Gattung dieser
Art, welche Richard Wagner im 19. Jahrhundert
entwickelt hat. Wir haben unser Projekt so
bezeichnet.
Gedicht
Sunshine-Boogie
Szene: Klassenzimmer
Szene: „Zu Besuch bei Gangstern“
„Im Kloster“ Jesu
My Guy
Oh Sainte Reine
Szene: „Flucht aus dem Kloster“
„In der Bar“ Barmusik
Clubmusik
Szene: „Deloris auf der Flucht“
Percussion-group
Konzert im Kloster: I will follow him
Shout
Oh happy Day

Zur Ausstellung im Foyer:

Neben der Bühnendarstellung werden
Werkstücke der Schüler im Foyer zu
betrachten sein. Diese Werkstücke sind im
Handwerk-künstlerischen Fachunterricht
entstanden. Manches befindet sich noch im
Entstehungsprozess und wird bis Ende des
Schuljahres fertig gestellt. Die Schüler haben
sich für ein Fach am Anfang des Schuljahres
entschieden und vertiefen die bis jetzt
gelernten handwerklichen Fertigkeiten.
Buchbinden: Die Schüler haben
verschiedene Techniken mit Anleitung gelernt
und verschiedene Werkstücke angefertigt. Hier
ist die feine und durchdachte künstlerische
Gestaltung mit Liebe zum Detail gefragt!
Holzwerken: Die Schüler haben sich für ein
Möbelstück entschieden und die
Ausgestaltung ganz übernommen: von der
Skizze in die Planung und bis zur Anfertigung
mit allen gewünschten Details. Präzises
Umgehen mit dem Werkzeug ist von Nöten!
Plastizieren: Das menschliche Haupt war das
Thema! Die Schüler haben einen Kopf mit Ton
geformt und bekamen durch diese Arbeit ein
ganz feines Gespür für die Ausgestaltung des
eigenen Kopfes. Hier sind eine gute
Beobachtung und eine Ausgeglichenheit
geboten!