Nationalparks als Thema

Die Aufsätze der 7. Klasse über den Wolf und Naturparks

Mit sehr viel Neugier und Arbeitseifer hat die 7. Klasse über Nationalparks geschrieben, vorwiegend über den Yellowstone Park. Einigen anderen war der Sinne nach dem Warum von Nationalparks wichtig.

Das Engagement der Schüler hat Klassenlehrerin Silvia Brysch so fasziniert, dass sie mit Einwilligung der Schüler/innen Aufsätze für die Homepage freigibt. Wir möchten gerne alle auf die Homepage stellen, aber das geht nicht auf einmal. Deshalb wird ein Teil in den nächsten 14 Tagen veröffentlicht, der andere danach für 14 Tage. Der Wolf wurde von Familie Albrecht gezeichnet. Hier sind die ersten Aufsätze:

Lilly Velten:

Im 19.Jahrhundert wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika 1872 der erste Nationalpark gegründet, um die wunderschöne Vielfalt der Natur zu genießen und zu schützen. Dieser Nationalpark nennt sich heute Yellowstone. Nach ihm folgten immer mehr Nationalparks mit anderen Landschaften, zum Beispiel idas Watt an der Nordsee oder in trockenen Gebieten.

Da auch Raubtiere in Nationalparks zu bewundern sind, erfand man die Parkranger. Sie passen beim Wandern auf, dass nichts passiert. Nicht nur gefährliche Tiere sind dort zu Hause, sondern auch vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen. Atemberaubende Bäume stehen neben alten Steinbrücken.

Wegen dieser wunderschönen Natur gibt es natürlich auch Regeln, zum Beispiel darf man nur an den Stellen Feuer machen, an denen es erlaubt ist. Wegen der gefährlichen Tiere wie Bären und Elche, raten die Parkranger ab, das Essen im Zelt zu behalten oder vom Weg abzukommen. Seit kurzem gibt es auch einen Nationalpark bei uns in der Nähe, den Nationalpark Schwarzwald.

Tim Asmus:

Zurzeit gibt es 61 offizielle Nationalparks in den USA. Ihre Gesamtfläche beträgt 211 273 km². In den Nationalparks leben viele vom Aussterben bedrohte Tierarten und viele verschiedene Baumarten, z. B. Mammutbäume, die über 1500 Jahre alt werden können.

Der Yellowstone National Park ist der älteste und größte Park der Welt. Er ist ungefähr so groß wie die Insel Korsika und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Seinen Namen verdankt er dem größten Fluss, der durch den Park fließt, dem Yellowstone River. Die Hidatsa-Indianer nannten den Fluss wegen der gelben Färbung des Gesteins an seinen Ufern „Mi tse a-da-zi“, was die frühen französischen Trapper mit Rivière des Roches Jaunes übersetzten Das bedeutet auf Englisch „Yellow Stone“.

Der Park ist berühmt für seine vulkanogene Landschaft. Es gibt Geysire, Fumarole, Schlammtöpfe und heiße Quellen. Etwas, was man gesehen haben muss, ist der Old Faithful. Er ist ein Geysir, der sehr regelmäßig bis zu 50 Meter in die Höhe schießt. Unter dem Yellowstone Park gibt es eine Magmakammer, die in der Nähe des Parks eine Lavawüste hinterlassen hat. Sie gleicht einer Mondlandschaft und ist eine der kargsten Landschaften der USA. Der letzte Ausbruch liegt ungefähr 15000 Jahre zurück, was für einen Vulkan nicht viel Zeit ist.

Im Park sorgen Parkranger dafür, dass Menschen sich nicht verlaufen und Tiere in Ruhe gelassen werden. Feuer ist nur an bestimmten Stellen erlaubt, damit keine Brände verursacht werden. Essen sollte luftdicht verschlossen gehalten werden, weil Bären es riechen und Zelte angreifen. Man sollte den Tieren nicht allzu nahe kommen, wenn Sie Junge haben. Sie können sehr aggressiv werden.

Der Park ist Rückzugsgebiet für selten gewordene Tierarten, wie z. B. Pumas, Luchse, Grizzlybären, Schwarzbären, kanadische Wölfe, Gabelböcke oder Bisons. Einige Tierarten leben ausschließlich in Nationalparks, weil sie aus ihrem Lebensraum vertrieben worden sind. Es leben 318 Vogelarten, 18 Fischarten, 6 Reptilienarten, 4 Amphibienarten und mindestens 60 Säugetierarten im Yellowstone Park. Erst seit 1883 gilt für die meisten Tierarten ein Jagdverbot. Der Bestand der Bisons hat sich von 30 auf heute 4000 Tiere erhöht.

Insgesamt finden sich etwa 2.000 Pflanzenarten im Park, darunter 12 Baum- und über 60 Wildblumenarten. Die meiste Fläche ist von Nadelwald bedeckt. Einige dieser Pflanzen gibt es ausschließlich im Nationalpark. Die Vegetation wird von den heißen Quellen beeinflusst, für manche Pflanzenarten ist die Berührung mit silikathaltigem Wasser zerstörend, manche verändern dadurch ihren Wachstumsrhythmus.

Elisabeth Nell:

In Amerika gibt es wunderschöne Landschaften und besondere Tiere. Diese nutzten die Nordamerikaner als Touristenfangnetz und legten riesige geschützte Gebiete an – die Nationalparks. Es gibt sie weit verstreut. Deshalb sind sie so verschieden.

In Nationalparks wachsen z. B.Mammutbäume, die größten Bäume der Welt. Im Norden wachsen meist Fichtenwälder mit Weiß- und Schwarzfichten, südlicher eher Laubmischwälder. Im Westen dagegen wachsen größtenteils Sitka-Fichten und Hemlocktanne. Besondere Tiere wie Koyoten, Wölfe, Pumas, Luchse und Bären, speziell Grizzlybären haben hier ihr Zuhause. Die Bären bringen aber auch viele Probleme und Gefahren. Essen sollte man, wenn möglich,
in ihrer Nähe nicht aufbewahren, da die Bären es riechen. Vom in die
Bäume Hängen ist außerdem abzuraten, da es in Amerika Bären gibt, die
sehr gut klettern können.

Viele Besucher kommen auch speziell wegen der riesigen Bisonherden und den anderen dort freilebenden Pflanzenfressern, wie z. B. den Maultierhirschen und den Elchen. Berühmt sind auch die tief eingeschnittenen Täler, die Canyons. Es gibt u. a. den Grand Canyon und den Brice Canyon National Park. Um den Grand Canyon vom Einstieg oben bis unten zum Colorado River hinabzusteigen benötigt man viel Puste und gutes Schuhwerk, denn man muss einen 1400 m tiefen Abstieg bewältigen.

In manchen Gebieten wachsen nur wenige Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen, z. B. Kakteen, Agaven, Joshua Trees und Yucca, deren schönste Art die Palmlilie hübsche weiße Blüten trägt. Alles Land wird von Bächen und Flüssen, auch von Naturseen durchzogen oder begrenzt. Einen besonderen Nationalpark besucht man sogar wg. der Geysire, den stinkenden heißen Quellen. Naturschutz wird in Nationalparks groß geschrieben. Und es wird streng bestraft, wenn man Müll zurücklässt oder raucht. Feuer Machen ist, wenn überhaupt, nur an
ausgeschilderten Plätzen erlaubt.