Oberuferer Christgeburtsspiel

Ein Stück Kulturgeschichte mit schauspielerischen Glanzleistungen auf die Bühne gebracht

Eine wunderbare Einstimmung auf die Feiertage war das Oberuferer Christgeburtsspiel, das Lehrer, Mitarbeiter und Schüler gemeinsam am 20.12.2013 um 18 Uhr in der Freien Waldorfschule aufführten. Mit viel Professionalität, schauspielerischen und gesanglichen Glanzleistungen und beeindruckender Ausstattung brachten sie ein Krippenspiel mit besinnlichen wie auch augenzwinkernden Elementen auf die Bühne, das alle Zuschauer ganz verzaubert hinterließ.

Eine wunderbare Einstimmung auf die Feiertage war das Oberuferer Christgeburtsspiel, das Lehrer, Mitarbeiter und Schüler gemeinsam am 20.12.2013 um 18 Uhr in der Freien Waldorfschule aufführten. Mit viel Professionalität, schauspielerischen und gesanglichen Glanzleistungen und beeindruckender Ausstattung brachten sie ein Krippenspiel mit besinnlichen wie auch augenzwinkernden Elementen auf die Bühne, das alle Zuschauer ganz verzaubert hinterließ.

Eine besondere Art von Krippenspiel ist das traditionsreiche Oberuferer Christgeburtsspiel. Ursprünglich stammt es aus der deutschsprachigen, ehemals ungarischen Gemeinde Oberufer. In der Art mittelalterlicher Weihnachtsspiele wurde es dort seit Ende des 16. Jahrhunderts aufgeführt und stellt die Geburt Jesu in Versen mit viel Gesang, aber auch humorvollen Einlagen dar. Das Besondere der von dem Germanisten Karl Julius Schröer 1858 überlieferten Spiele ist die Beibehaltung des donauschwäbischen Dialekts der Oberuferer. So ist die Aufführung nicht nur ein besinnliches christliches Spiel, sondern auch ein ganz besonderes sprachliches Zeitdokument, das die Akteure vor große Herausforderungen stellt. Die wurden von den Schauspielern am Freitagabend mühelos bewältigt und die Zuschauer waren sichtlich beeindruckt von der schönen, professionellen Aufführung. Vor allem die Gesangseinlagen begeisterten das Publikum – Musiklehrerin Ludovica Helm als Engel Gabriel und Schulköchin Anja Bellermann als Maria überzeugten hier mit wunderschönen, klaren Stimmen, die den Vergleich mit Profisängerinnen nicht zu scheuen brauchen. Zwischendurch gab es auch viel zu lachen, denn das Oberuferer Christgeburtspiel setzt zuweilen auch auf fast schon derben Humor, der von den drei Hirten und dem Sternsinger, gespielt von der Handarbeitslehrerin Patrizia Kepplinger, zum Vergnügen des Publikums wunderbar dargestellt wurde, ohne ins Alberne abzugleiten. Diese Einlagen betonten fast noch mehr die innig-liebevollen Momente, die voll Herzenswärme die Geburt des Jesuskindlein andachtsvoll besangen.