Archiv

  • Einschulung
    Einschulung
    17. Sep. 2016
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    Sonstiges

    In einer Feierstunde wurden die neuen Erstklässler von ihrer Patenklasse aus Klasse 9 mit Sonnenblumen empfangen und durch den wunderschönen Blumenbogen geführt. Anschließend begleitete Klassenlehrerin Frau McQueen ihre Schützlinge in das 1.Klass-Zimmer, wo sie ihre erste Schulstunde erlebten. Währenddessen konnten sich die Eltern in der Essbar bei selbst gebackenem Kuchen und Kaffee kennenlernen und austauschen. Zum Schluß wurde noch ein Klassenfoto auf der Wiese vor dem Schulgebäude gemacht. ...

  • Wir heißen unsere neue erste Klasse herzlich Willkommen!
    Wir heißen unsere neue erste Klasse herzlich Willkommen!
    20. Sep. 2014
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    Sonstiges

    30 Erstklässlerinnen und Erstklässler sind an der Freien Waldorfschule Rastatt eingeschult worden. Von ihrem Klassenlehrer András Gajdos wurden Sie mit dem Märchen über die 3 Sprachen empfangen. ...

  • Mittlere Reife 2012 und Abschlussfeier der 12. Klasse
    Mittlere Reife 2012 und Abschlussfeier der 12. Klasse
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    Schulabschluss

    Dazu zählen Jasmin Braungart und Milan Sykora aus Bühl, Lars Crocoll und Ilana Schlund aus Rheinstetten, Lara Longequeue aus Gaggenau und Dominik Trieloff aus Rastatt. Weitere 14 erwartet ein Jahr intensive Vorbereitung. Sie streben im kommenden Frühjahr das Abitur an. Damit ist für sie alle nun die Zeit zu Ende, in der sie 12 Jahre gemeinsam ohne ausgewiesene Leistungsdifferenzierung miteinander lernten und lebten. Nur zwei Schüler der diesjährigen Abschlussklasse verließen die Schule bereits in der 10. Klasse mit dem Hauptschulabschluss. Auch für die beiden Klassenbetreuer seit der 9. Klasse, Harald Koch und Marita Stöbener, war es ein Abschied. In ihrer Ansprache knüpfte dabei Marita Stöbener an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ an und ermunterte die Schülerinnen und Schüler, ihren Mut zur Ehrlichkeit zu bewahren. Sie dankte ihnen für ihre manchmal unbequemen und kritischen Fragen, die stets Offenheit und Korrektur einforderten und ermutigte sie, sich ihrer Begabungen gemäß in die Gesellschaft einzubringen. Die Schülerin Jolanda Merkel stellte ihre Abschiedsrede in Reimform vor. Dabei stellte sie Wilhelm Buschs Lehrer Lempel voran: „Also lautet der Beschluss, dass der Mensch was lernen muss, … aber auch der Weisheit Lehren, muss man mit Vergnügen hören.“ Sie erinnerte an 12 Jahre Gemeinschaft, Freude und Kultur und dankte den Klassenbetreuern „12 Jahre anvertraut, / 12 Jahre Fundament gebaut. / 12 Jahre Führen und Lenken, / Nun steh’n wir hier, / Frei im Denken.“ Liedbeiträge der Klasse und von Eltern rundeten die Feier ab, bis sich nach der Vergabe der Zeugnisse ihr Klassenlehrer der ersten 8 Jahre an der Schule, Denis Langen, musikalisch schwäbisch-britisch mit Ade-le verabschiedete: „Don’t forget me!“ ...

  • La vie en France!
    La vie en France!
    02. Aug. 2010
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    Sonstiges

    Die Grundidee von Le Club de Français (für die Klassen 6 bis 8) ist, die Kinder für die französische Sprache auf eine andere Art zu begeistern – durch das unmittelbare Erleben im Land! Dabei steht nicht unbedingt immer die Sprache im Mittelpunkt, sondern auch die Lebensart der Franzosen. Die fängt schon beim Tischdecken an, geht über das Essen und den Tagesrhythmus. Es geht darum, sich auf das Neue, das Unbekannte, das Fremde einzulassen und so ein anderes Gespür für das Französische zu entwickeln. Dieses Jahr war Le Club de Français wieder in den Sommerferien unterwegs. Eine Gruppe von fünfzehn Mittelstufenschülern, mit vier Oberstufenschülern als Mitgestalter, hat die Zeit zwischen dem 3. und dem 7. August in einem Tipilager bei Senones in den Vogesen verbracht. Die Planungen für das nächste Jahr sehen vor von Montag, den 2. bis Freitag, den 6. August 2010 am Liebfrauenberg in Goesrdorf die nächste Ferienwoche zu verbringen. Es können sich bis zu 25 Kinder anmelden. Die Woche wird voraussichtlich 120 € kosten. A l’année prochaine, j’espère! Organisation und Leitung: Peggy Pigerre, Französischlehrerin, Freie Waldorfschule Rastatt ...

  • Waldorfpädagogik erleben!
    Waldorfpädagogik erleben!
    07. Mrz. 2015
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    Sonstiges

    Schule als Lebensraum zu verstehen, dieser Aufgabe fühlen sich die Waldorfschule und der Waldorfkindergarten in Rastatt verpflichtet. Mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 07. März, stellen sich beide Einrichtungen vor. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Ein Programmpunkt des Tages wird erneut die Präsentation der 11.-Klassprojekte durch die Schülerinnen und Schüler sein. Möglichkeiten zum persönlichen Gespräch, Einblicke in den Fachunterricht verschiedener Klassenstufen, künstlerische Workshops und Ausstellungen zu den Theaterprojekten aus der 8. und 12. Klasse gehören mit zum Programm. ...

  • Die Waldorfschule Rastatt begegnet der estnischen Waldorfschule in der Hauptstadt Tallinn
    Die Waldorfschule Rastatt begegnet der estnischen Waldorfschule in der Hauptstadt Tallinn
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    Sonstiges

    Vor Ort wurde die Klasse mit einem viel niedrigeren Lebensstandard als dem unseren konfrontiert. Wenn auch das Zentrum von Tallinn sehr modern wirkte, zeigte sich die Stadt ein paar Straßen weiter ganz anders, ärmer und bedürftiger. Besonders eindrücklich war dies beim Einkaufen: Für eine Gruppe von 28 Personen füllten wir unseren Einkaufswagen oft bis zum Rand, so eine Schülerin. An der Kasse schauten die Menschen dann mit großen Augen und die Kassiererin bedankte sich mehrmals. Mit jedem Tag mehr wurde allen bewusst, in welcher Notlage sich auch die Waldorfschule in Tallinn befand und wie gut es war, dass hier vor Ort geholfen werden konnte. Vier Aufgaben nahm sich die Klasse vor. Die größte und schwierigste war die Renovierung eines großen Flurs: Alter Verputz und Farbe mussten abgekratzt, Unebenheiten verspachtelt, die Wand gestrichen und zu guter Letzt noch die neue Farblasur angebracht werden. Die anderen Projekte waren ebenso umfangreich: Es hieß schleifen, kratzen, säubern und streichen, alte Steine aus den Tiefen des Kellers die Treppen hoch schleppen, brauchbar machen und vermauern. Die Zeit war knapp und alle packten mutig und mit Ausdauer an. Dabei war es nicht so leicht, sich an die ungewohnten Umstände zu gewöhnen. So nahm der Tag kein Ende. Nach einer kurzen Dämmerung war es wieder taghell. Richtige Nächte gab es nicht. Fremd war auch das dort scheinbar langsamer ablaufende Leben, wo dann dennoch alles zur rechten Zeit kommt: „Learn to wait!” war das Motto. Am letzten Arbeitstag fanden sich alle in der „Aula“ der Schule zusammen und wurden mit Dank nicht nur für die geleistete Arbeit bedacht, sondern auch für den Mut und die Hoffnung, die die Klasse ihnen gegeben hat, dafür dass es noch Menschen gibt, die gerne gekommen sind und sie kennen lernen wollten und sie nicht vergessen sind. Dank der zahlreichen Spenden von Einzelpersonen und Kleinunternehmen konnte dieses Sozialprojekt realisiert werden. Reich an neuen Erfahrungen und Eindrücken konnte so die Klasse Tallinn mit der Gewissheit verlassen, neue, Ländergrenzen überspannende Freundschaften geknüpft zu haben. ...

  • „Die Feuerzangenbowle“ am 12., 13. und 14.10.2012
    „Die Feuerzangenbowle“ am 12., 13. und 14.10.2012
    12. Okt. 2012
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    Klassspiel

    Mit einem Filmklassiker, nach dem Roman von Heinz Spoerl, der mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle bekannt wurde, hat an diesem Wochenende die 12. Klasse der Freien Waldorfschule Rastatt in der Reithalle ihr Publikum begeistert. Waldorfschule Rastatt, Feuerzangenbowle Die Geschichte beginnt mit einer Runde Doktoren und Dichter, die bei einer Feuerzangenbowle um einen Lehrer trauern und sich dabei ihre Pennälerstreiche erzählen. Als klar wird, dass der Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer von einem Hauslehrer unterrichtet wurde, beschließen die Gelehrten, dass er das Vergnügen eine Schule zu besuchen, unbedingt nachholen muss. Waldorfschule Rastatt, Feuerzangenbowle Vor den Augen des Publikums verwandelt er sich gekonnt in den Schüler Hans Pfeiffer: „Mit einem F oder zwei?“ – „Mit drei, Herr Professor!“ – „Mit drei F?“ – „Eins vor dem „ei“ zwei hinter dem „ei“! Bitte!“ Für Direktor Knauer und seine Lehrer Prof. Crey, genannt Schnauz, und Prof. Bömmel ist dies der Beginn einer anstrengenden Zeit, für das Publikum der Beginn größten Vergnügens. Waldorfschule Rastatt, FeuerzangenbowleEs war eine große Freude mit anzusehen, wie die Klasse sich erfolgreich ihren Herausforderungen Stückauswahl, Rollenverteilung, Regie, Technik und Bühnenbild gestellt hat. Auch zusätzliche Schwierigkeiten wie das Verhältnis von 15 Jungen zu 5 Mädchen und eine Krankheitswelle wurden scheinbar mühelos gemeistert. Die grandiosen Aufführungen zeigten gute Vorbereitung und große schauspielerische Leistung. ...

  • Rückblick Benefizkonzert am 24.02.2013
    Rückblick Benefizkonzert am 24.02.2013
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    Sonstiges

    Man nehme: Drei renommierte, virtuose Musiker, ein spannendes Programm von Barock bis Jazz und ein begeistertes Publikum: Ergebnis: Ein toller Konzertabend mit besonderer Atmosphäre! Barbara und Milen Haralambov verwandelten gemeinsam mit dem Pianisten Boris Feiner den voll besetzten Eurythmiesaal in einen Konzertsaal. Lesen Sie dazu auch den am 26.02.2013 im BT Rastatt erschienenen Pressebericht ...

  • Wette und Liebe gewonnen!
    Wette und Liebe gewonnen!
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    Sonstiges

    Wegen einer Wette brachen Phileas Fogg und sein treuer Diener Passepartout am 2. Oktober 1872 auf, um in nur 80 Tagen die Welt zu umrunden, und bestanden nebenbei in Windeseile Abenteuer am laufenden Band. Allein die Kombination aus »englischem Gentleman« und »stolzem Franzosen« sorgte für subtile Pointen. Doch diese beiden trafen außerdem auf Botschafter, die sich Verordnungen aus Brüssel beugen mussten und auf indische Fanatiker, denen die Streichung ihrer Hartz-IV-Bezüge zu weit ging. Ihr Verfolger Fix, Lohnabhängiger im Geheimdienst ihrer Majestät, hatte durchaus etwas von James Bond; nur war sein Auftrag keinesfalls von Erfolg gekrönt. Denn nicht der von Fix verdächtigte Phileas Fogg, sondern eine gewisse Angela M. hatte die Bank von England beraubt – um Griechenland zu retten. Und am Ende gewann Fogg nicht nur seine Wette, sondern auch die Liebe von Prinzessin Aouda, mit der er zuvor auf dem Rücken eines veritablen Elefanten ihren Mördern entfloh. Dass Fogg schließlich von der Queen persönlich geadelt wurde, war genauso folgerichtig wie Passepartouts vehemente Ablehnung der englischen Staatsbürgerschaft. Die Weltreise durch die verschiedenen Kontinente wurde mit viel Liebe zum Detail mit Hilfe der Kulissen und Requisiten illustriert, die Umbaupausen durch musikalischen Einsatz der jungen Schauspielerinnen und Schauspieler elegant überbrückt. Dank Basarverkäufer, Chinesen und Cowboys wusste der Zuschauer immer, an welcher Station der Reise Halt gemacht wurde. Die Spielfreude der Achtklässlerinnen und Achtklässler war großartig, ihr Einfühlungsvermögen in die verschiedenen Rollen beeindruckend. Und so wurde ihre kurzweilige, zweistündige Aufführung vom vergnügten Publikum mit viel Szenenapplaus belohnt – ein schöner und verdienter Lohn für viele Wochen Proben und Theaterarbeit jeder Art. Am Ende waren alle auch ein kleines bisschen traurig, als am Sonntag in der Rastatter Reithalle vor ausverkauftem Haus zum letzten Mal der Vorhang fiel. Aber einen Trost gibt es ja: das Klassenspiel in der 12. Klasse! ...

  • Labyrinth von Chartres
    Labyrinth von Chartres
    Labyrinth von Chartres
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    Sonstiges

    Rastatt, September 2013. Wie jährlich nach den Sommerferien wurde auch in diesem Jahr in der Waldorfschule Rastatt eine Projektwoche aller Schulklassen durchgeführt. Die 9. Klasse hat sich dabei eine ganz besondere Aufgabe gestellt: Aus Hobel- und Sägespänen erschufen Sie einen Irrweg mit einem Durchmesser von 30 Metern nach dem Vorbild des berühmten Labyrinths von Chartres aus dem 13. Jahrhundert, das mit schwarzen und grauen Steinplatten in den steinernen Boden der Kathedrale von Chartres eingelassen ist. Labyrinth,Projekt,Waldorfschule RastattWie bei der berühmten Vorlage legten die Schüler nach sorgfältiger Planung und mit äußerst exaktem Vorgehen das Labyrinth nach einer strengen, kreisrunden Geometrie mit 28 Kehren auf den Rasen zwischen Waldorfschule und Landratsamt. Im Zentrum entstand – wie in der Kathedrale von Chartres – eine Rose mit sechs Blättern. Sie erinnert an die im Mittelalter beliebte Bezeichnung rosa mystica (Mystische Rose) für Maria: Hat die natürliche Rose nur fünf Blätter, wurde die Zahl sechs hier gewählt, um die Vollkommenheit des Labyrinths zu dokumentieren. Durch die Arbeit an diesem Projekt stand für die Schüler am Ende das Erleben, eine große, begehbare und sinnhafte, den ganzen Platz prägende Form geschaffen zu Labyrinth,Projekt,Waldorfschule Rastatthaben. Zugleich schenkten sie den Rastatter Bürgern das Angebot, das Labyrinth selbst zu durchschreiten und eine meditative Reise zu sich selbst zu unternehmen. Der Karlsruher Architekt Lothar Bracht beschreibt dieses Erlebnis so: „Wer durch das Labyrinth von Chartres läuft, erlebt keine Irrwege, sondern einen Weg, der rhythmisch mit seinen Bögen und Kehrtwendungen gegliedert ist, und auf dem längsten möglichen Weg auf engstem Raum sicher und eindeutig ins Innere führt…“ Wenn zudem mit Erlaubnis der Stadt Rastatt das Labyrinth beleuchtet werden darf, Labyrinth,Projekt,Waldorfschule Rastattkönnte es möglicherweise sogar bis in den Weltraum zu sehen sein. … Doch spätestens nach dem Winter werden keine Spuren mehr sichtbar sein. Bericht von Andrea Röthe und Harald Koch, Freie Waldorfschule Rastatt ...

  • Dolce Vita in Rastatt: Tolle Theateraufführung der 12. Klasse
    Dolce Vita in Rastatt: Tolle Theateraufführung der 12. Klasse
    Dolce Vita in Rastatt: Tolle Theateraufführung der 12. Klasse
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    Klassspiel

    Der Sonnenuntergang ist gigantisch, das Meer abends wunderbar blau – darum besuchen die Touristen das Ristorante von Wirt Baptista in Kampanien auch nur scharenweise in den frühen Abendstunden. Ansonsten ist es gähnend leer, was sowohl am überteuerten, ungenießbaren Essen, an den unverschämten Kellnern wie auch an seinen Töchtern liegen könnte: Die hübsche Jüngere ist nur mit ihren Verehren beschäftigt, die Ältere äußerst kratzbürstig zu jedermann und deshalb Baptistas große Sorge. Damit sie nicht „sitzenbleibt“, stellte er zur Bedingung, dass niemand seine hübsche Bianca bekommt, solange die unbeliebte Katharina nicht wenigstens verlobt ist. So engagieren Biancas liebestolle Verehrer kurzerhand Petruccio als Katharinas Scheinverehrer, um freie Bahn bei der Schönen zu haben. Es kommt wie es – laut Shakespeares berühmter Vorlage – kommen muss: Der schlagfertige Petruccio verliebt sich in die zickige, aber schlaue Katharina und die Komödie nimmt ihren Lauf. Und den hatten die Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule stets perfekt in der Hand: Mit viel Spielfreude, Verve und Professionalität hielten sie den Plot des jungen Autors Christoph Eckert, der Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ in die heutige Zeit transportiert hat, stets in Schwung und überzeugten das Publikum mit ihrer Präsenz. Die Gags saßen auf den Punkt, Mimik und Gestik stimmten und kleinere Texthänger wurden gekonnt überspielt. Viele Schüler, wie Tim Brecht als stets cholerischer Wirt Baptista oder auch die beiden „Biancas“ Lina Vollmer (am Freitag- und Sonntagabend) und Jessica Dreyer (am Samstagabend), die sich mehr und mehr in ihre Rolle als frivol-kapriziöse, aber naive Schöne hineinspielten, konnten mit überraschenden schauspielerischen Leistungen begeistern, ebenso wie die herrlich ironische Aline Fahrner als Katharina oder deren zweite Besetzung Lilli Falk, die besonders temperamentvoll agierte. Aber auch kleinere Nebenrollen wie Lara Schillinger als deutsche Touristin „Maus“, oder Larissa Ganz bzw. Annalena Mohr als durstige Witwe wurden liebevoll und detailgenau auf den Punkt gebracht. So boten die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung ihrer Klassenbetreuer Florence Cartet und Christof Lang und unterstützt von den Theaterpädagogen Monika Wieder und Tobias Gerstner eine rundum gelungene Aufführung, bei der vom Bühnenbild bis zur musikalischen Untermalung alles stimmte. Eine solche Schüleraufführung ist Teil des Lehrplans an Waldorfschulen: Jede 12. Klasse erarbeitet unter Anleitung eines betreuenden Lehrers ein abendfüllendes Theaterstück und bringt es zu mehreren öffentlichen Aufführungen. Im Gegensatz zu einer Theater-AG oder einem Literaturkurs sind alle Schüler in einer oder mehreren Rollen auf der Bühne. Auch die Rastatter Schüler realisierten ihr Stück mit viel Elan und Phantasie weitgehend eigenverantwortlich. Bericht von Andrea Röthe ...

  • Künstlerischer Abschluss 2014 der 12. Klasse
    Künstlerischer Abschluss 2014 der 12. Klasse
    Künstlerischer Abschluss 2014 der 12. Klasse
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    Schulabschluss

    „Es ist was es ist, sagt die Liebe …“, mit dieser Gedichtszeile begrüßten die Klassenbetreuer der 12. Klasse Florence Cartet und Christof Lang die zahlreich in der Reithalle Rastatt erschienen Gäste am lauen Sommerabend des 5. Juni zum künstlerischen Abschluss des 12. Jahrgangs der Waldorfschule Rastatt. Dieser feierlich gestaltete Abschlussabend ist fester Bestandteil der Waldorfpädagogik, bei der sich die Klasse ein letztes Mal gemeinsam präsentiert. Nach der 12. Klasse verlassen einige Schüler die Schule mit Erreichen der Mittleren Reife. Die restlichen Schüler absolvieren eine weitere 13. Klasse, um die Abiturprüfung vorzubereiten. Bei der festlichen Veranstaltung in der Reithalle zeigten die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse ihre beeindruckenden musisch-künstlerischen Fähigkeiten, die sie sich im Laufe ihrer Schullaufbahn erarbeitet hatten. Die Stärken jedes Einzelnen aber auch die von Kleingruppen und der Gesamtklasse wurden herausgestellt: So konnten im Foyer der Reithalle Werkstücke der Schüler aus den Fächern Holzwerken, Plastizieren und Buchbinden betrachtet werden, deren Ästhetik in Form und Material die Zuschauer begeisterte. Neben Schreibtisch, Bett, Kommoden, Stühlen, Stehlampen war sogar eine Küchenzeile für einen Campingbus zu sehen, während andere Schüler wunderbar gestaltete „Köpfe“ aus Ton ausstellten. Besonders faszinierten hier eine originalgetreue Nofretete sowie die Darstellung einer „gespaltenen Persönlichkeit“. Eine Vielzahl von Werkstücken aus der Buchbinderei beeindruckte durch ihre Farb- und Formschönheit und ihre Präzision. Neben diesen plastisch-handwerklichen Darstellungen wurde auch auf der Bühne allerhand geboten: Im ersten Teil zeigten die Schülerinnen und Schüler in Einzeln- und Gruppenauftritten im Fach Eurythmie, wie Musik und Sprache in Bewegung sichtbar werden. Die dreizehn Eurythmie-Aufführungen begeisterten Augen und Ohren der Gäste und ernteten großen Applaus. „Man konnte ganz eintauchen, und war mit der ganzen Seele dabei“, so eine Besucherin in der Pause. Im zweiten Teil wurden den Gästen Lieder des mehrstimmigen Klassenchors, Gitarrensolos, Percussion-Arrangements, ein vierhändiges Klavierstück, Improvisationen und Textvertonungen in verschiedenen Stilen instrumental und gesanglich dargeboten. Sehr ergreifend war z.B. das Lied „Symphonie“ von Silbermond, mehrstimmig gesungen und mit Gitarre begleitet von den Schülerinnen Aline Fahrner, Alina Düringer und Jessica Dreyer, die mit viel Beifall belohnt wurden. Insgesamt überzeugten die 25 Schüler und Schülerinnen durch viel Talent, Konzentration und eine perfekte Mischung aus Ernst, Charme und Witz, so dass vom Publikum am Ende lautstark eine Zugabe gefordert wurde. Die zauberte die 12. Klasse spontan mit einem weiteren Gitarren- und Gesangsstück auf die Bühne, von dem noch nicht mal ihre Lehrer wussten. Für die war dies ein weiterer Beweis, dass sie ihre Schüler „reif“ ins Leben bzw. in die Abiturvorbereitung entlassen. ...

  • Oberuferer Christgeburtsspiel
    Oberuferer Christgeburtsspiel
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    Christgeburtsspiel

    Eine wunderbare Einstimmung auf die Feiertage war das Oberuferer Christgeburtsspiel, das Lehrer, Mitarbeiter und Schüler gemeinsam am 20.12.2013 um 18 Uhr in der Freien Waldorfschule aufführten. Mit viel Professionalität, schauspielerischen und gesanglichen Glanzleistungen und beeindruckender Ausstattung brachten sie ein Krippenspiel mit besinnlichen wie auch augenzwinkernden Elementen auf die Bühne, das alle Zuschauer ganz verzaubert hinterließ. Eine besondere Art von Krippenspiel ist das traditionsreiche Oberuferer Christgeburtsspiel. Ursprünglich stammt es aus der deutschsprachigen, ehemals ungarischen Gemeinde Oberufer. In der Art mittelalterlicher Weihnachtsspiele wurde es dort seit Ende des 16. Jahrhunderts aufgeführt und stellt die Geburt Jesu in Versen mit viel Gesang, aber auch humorvollen Einlagen dar. Das Besondere der von dem Germanisten Karl Julius Schröer 1858 überlieferten Spiele ist die Beibehaltung des donauschwäbischen Dialekts der Oberuferer. So ist die Aufführung nicht nur ein besinnliches christliches Spiel, sondern auch ein ganz besonderes sprachliches Zeitdokument, das die Akteure vor große Herausforderungen stellt. Die wurden von den Schauspielern am Freitagabend mühelos bewältigt und die Zuschauer waren sichtlich beeindruckt von der schönen, professionellen Aufführung. Vor allem die Gesangseinlagen begeisterten das Publikum – Musiklehrerin Ludovica Helm als Engel Gabriel und Schulköchin Anja Bellermann als Maria überzeugten hier mit wunderschönen, klaren Stimmen, die den Vergleich mit Profisängerinnen nicht zu scheuen brauchen. Zwischendurch gab es auch viel zu lachen, denn das Oberuferer Christgeburtspiel setzt zuweilen auch auf fast schon derben Humor, der von den drei Hirten und dem Sternsinger, gespielt von der Handarbeitslehrerin Patrizia Kepplinger, zum Vergnügen des Publikums wunderbar dargestellt wurde, ohne ins Alberne abzugleiten. Diese Einlagen betonten fast noch mehr die innig-liebevollen Momente, die voll Herzenswärme die Geburt des Jesuskindlein andachtsvoll besangen. ...

  • Mittsommerspiel der Klassen 4 und 5 in der Reithalle Rastatt
    Mittsommerspiel der Klassen 4 und 5 in der Reithalle Rastatt
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    Mittsommerspiel

    Die Sonne steht hoch am Himmel, es ist heiß und trocken, die Arbeit darf kurz ruhen. Bauer Hans legt sich ein wenig zur Ruhe, entschlummert sanft und hat einen seltsamen Traum: Pan, der Herrscher der Elementarwesen, lässt durch seine Faune alle Wesen zu sich rufen, damit sie ihm Bericht erstatten. In einem faszinierenden, übermütigen Reigen aus Tanz und Gesang finden sie sich bei ihm ein. Dank der hochsommerlichen Temperaturen fiel es den Zuschauern des diesjährigen Mittsommerspiels der Freien Waldorfschule nicht schwer, sich in das kunterbunte Treiben der Elementarwesen am längsten Tag des Jahres hineinzufühlen; Die 4. und 5. Klasse der Freien Waldorfschule Rastatt führte das ursprünglich aus der Schweiz stammende Johanni-Stück mit viel Temperament und Fantasie in der Reithalle Rastatt auf. Die jeweiligen Klassenlehrer Thomas Seibold und Birgitta Flassak sowie die Eurythmielehrerinnen Hilma Corsten und Christa Roth-Stielow hatten die bezaubernde Theateraufführung in den letzten Wochen mit den Schülerinnen und Schülern einstudiert, die in der Vorstellung nicht nur ihre Textsicherheit mit gut verständlichem Stimmvolumen unter Beweis stellten, sondern auch ihr tänzerisches Können zeigten: Sie stellten mit Begeisterung wilde Feuergeister, sirrende Mücken, zarte Nymphen, quirlige Sylphen dar, tänzelten und sprangen über die Bühne. Durch die musikalische Begleitung, die von Eltern und Schülern der Schule beigetragen wurde, erhielt das fröhliche Stück seinen besonderen Reiz und ergab ein harmonisches Gesamtwerk. Auch die passende Beleuchtung wurde von Eltern und Schülern aus höheren Klassen übernommen. Die Schülerinnen und Schüler wurden am Ende zurecht vom Publikum im fast voll besetzen Haus mit tosendem Applaus belohnt. ...

  • 12.-Klassspiel 2014: „Die Welle“ nach dem Roman von Morton Rhue
    12.-Klassspiel 2014: „Die Welle“ nach dem Roman von Morton Rhue
    12. Okt. 2014
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    Klassspiel

    Theaterprojekt der 12. Klasse der 
Freien Waldorfschule Rastatt „Die Welle“ – zu jeder Zeit aktuell „Wenn die Mehrzahl der Deutschen keine Nazis waren, wie konnte es dann zum Dritten Reich und dem Holocaust kommen?“ Mit dieser Frage beschäftigte sich die diesjährige Aufführung der 12. Klasse der Freien Waldorfschule Rastatt am vergangenen Wochenende: Eindrucksvoll brachten die Schülerinnen und Schüler das Theaterstück „Die Welle“ nach dem Roman von Morton Rhue, das sich genau damit auseinandersetzt, auf die Bühne der Reithalle Rastatt. Das Stück beginnt dramatisch: Ein Schüler erschießt sich selbst, Eltern und Lehrer sind fassungslos – das Ergebnis eines gefährlichen Experiments. Eigentlich wollte Geschichtslehrer Ben Ross seinen Schülern nur beispielhaft aufzeigen, wie man sich fühlt, wenn man Befehle empfängt und unter dem Druck der Masse steht. Denn seine Schüler der Gordon High School fragten ihn im Geschichtsuntericht, wie die Deutschen die Nazis zulassen konnten, warum sie nicht gegen den Diktator aufstanden. Um die Schüler von der Gefahr einer organisierten Minderheit zu überzeugen, startet er ein Experiment, das unvorhersehbare Folgen nach sich zieht. Darum erfindet er das Projekt „Die Welle“, erklärt Disziplin, Gemeinschaftssinn und Aktion zu Tugenden. Zu seinem eigenen Erstaunen finden die Schüler Gefallen an der neuen Ordnung. Und auch er selbst genießt die plötzliche Disziplin seiner Schüler – und ihre Bewunderung für ihn. Innerhalb kürzester Zeit entwickelt sich durch eine fatale Eigendynamik eine Bewegung mit Logo, Uniform, Wahlsprüchen, Satzungen. Die Welle, Klassenspiel, Freie Waldorfschule RastattAm Beispiel des Außenseiters Robert zeigt sich, wie ein unsicherer Mensch innerhalb der starken Gruppe zu Selbstbewusstsein findet. Nur Laurie, die Chefredakteurin der Schülerzeitung, empfindet Unbehagen. Als sich Denunziantentum und Ausgrenzung einschleichen und gar ein jüdischer Schüler verprügelt wird, beginnt sie gegen die Welle zu kämpfen. Sie erkennt, dass keiner ihrer Klassenkameraden mehr selbst denkt und kritische Stimmen nicht mehr zugelassen werden. Ihr Freund David versucht unter Druck der Bewegung, sie zum Mitmachen zu bewegen. Als sie sich weigert und er sie beinahe schlägt, wacht er auf. Gemeinsam bitten sie Lehrer Ross, das Experiment zu beenden. In einer letzten Versammlung, in der der abtrünnige David von seinen Kameraden mit Gewalt bedroht wird, hält Ross seinen Schülern einen Spiegel vor und löst die Welle auf. Die Schüler begeifen, wie leicht sie sich verführen und instrumentalisieren ließen. Auf grausame Art haben sie die Antwort auf ihre Frage erhalten: So leicht kann Faschismus entstehen – ob im Dritten Reich, im Amerika der 70er-Jahre und auch in unserer Gegenwart. Der Grund, warum sich die Schüler der 12. Klasse für dieses Stück entschieden hatten. Mit viel Die Welle,Klassenspiel, Freie Waldorfschule RastattEngagement und Einsatz brachten sie „Die Welle“ mithilfe der Klassenbetreuer Ludovika Helm und Ralph Evers und dem Theaterpädagogen Thomas Knochenhauer auf die Bühne und ernteten für ihr überzeugendes Spiel und ihre tollen Bühnenbilder viel verdienten Beifall bei den drei ausverkauften Vorstellungen. ...