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Interkultureller Nachmittag für Kinder 2017

Eine musikalische Weltreise

Mit einer eindrucksvollen Vorstellung hat die 4. Klasse zusammen mit Klassenlehrer Andràs Gajdos, mit Eltern, Religionslehrerin Renate Velimsky und Eurythmielehrer Michael Dorn die Besucher beim interkulturellen Nachmittag in eine Welt fremder Klänge und Sprachen entführt.

Da spitzen die Kinder auf einmal ihre Ohren und schauen wie gebannt auf das seltsame Instrument, das Christian Auer hervorholt: Der Perkussionist zaubert auf einem großen, gespannten Holzbogen, der südamerikanischen Berimbao, verschiedenste Klänge und mixt sie zu einem exotischen Klangteppich. Auf einer Maultrommel aus Vietnam schnarrt und summt er, mit der Cosi Coco aus Afrika, zwei Kugeln, die an einem Band zwischen den Fingern klackern, erzeugt er wilde Rhythmen und auf der indischen Thavil, einem Tempelinstrument, trommelt er so schnell, dass einem fast der Atem stockt. Gespickt mit kurzen Erklärungen zur Herkunft des Instruments wird die Darbietung mit begeistertem Beifall belohnt. Zuvor hatten die Viertklässler ein hebräisches und indisches Lied kraftvoll vorgetragen und gemeinsam mit allen Besuchern das Lied vom Heiligen Michael im Kanon gesungen, dem Erzengel, der in allen großen Religionen bekannt ist und dessen Namenstag in christlicher Tradition am 29. September gefeiert wird („Michaeli“). Anrührend war das Gesangs-Solo von Boran, einem jungen Schüler, der ein muslimisches Gebet in arabischer Sprache vortrug. Michaele Hönig gab eine kleine Einführung in das Wesen der indischen Götter und Renate Velimsky hatte eine Erzählung aus Kamerun mitgebracht. Tänze aus Israel und Brasilien ergänzten das umfangreiche Programm, das im voll besetzten Eurythmiesaal präsentiert wurde.
Im Rahmen der interkulturellen Wochen, die jedes Jahr bundesweit stattfinden, hat sich unsere Schule erstmals dazu entschlossen aus ihrem Erfahrungsschatz einen eigenen Beitrag zu leisten: „Im rhythmischen Teil des Unterrichts üben wir diese Tänze und Lieder eigentlich jeden Tag“, erklärt Klassenlehrer Andràs Gajdos, „deshalb haben die Kinder das ganz verinnerlicht.“ Beim anschließenden Buffet mit verschiedenen internationalen Speisen war Zeit für Austausch und Begegnung. „Wir haben viele Familien aus verschiedenen Kulturen hier an der Schule, zu denen man sonst wenig Kontakt hat“, meinte eine Mutter. „Die interkulturelle Woche ist eine gute Gelegenheit, sich besser kennenzulernen und zu verstehen.“